Nichtpharmakologische Behandlung 

Hier zähle ich Dinge auf, die das Alltagsleben für Betroffene erleichtern könnten. Es ist wichtig, dass alles sehr langsam gestartet und am besten zuvor mit einer Ärztin besprochen werden sollte.

Erhöhung des Intravaskulären Volumens

  • Erhöhung der direkten Flüssigkeitszufuhr und Natriumaufnahme.
  • Oberkörper-Kopf-Hochlagerung (≈20° Winkel) in der Nacht, um Hypovolämie zu verringern, die als Auslöser des orthostatischen Stresses auftreten kann. 

Venöses Pooling Vermeiden

  • Körperliche Gegenmanöver (z.B. Beine kreuzen oder wiederholend auf die Zehenspitzen stehen bis das Blut hoch gepumpt wird)
  • Stützkleidung (z.B. Kompressionsgurt oder -strümpfe)

Spezifisches Trainingsprogram 

  • Schwerkraft sollte beeinträchtigt werden. Schwimmen oder Übungen im Liegen oder Sitzen sind empfohlen um dem Körper zu schonen. 
  • Abgestufte Aerobics- oder Wiederstandsübungen für die unteren Gliedmassen.
  • Ein Trainingsplan hilft mit der Verbesserung der Kondition und Reduktion des venösen Pooling. Es kann auch der Dekonditionierung entgegenwirken. 


Wichtig: 

Es ist sehr wichtig jegliches Training extrem langsam anzugehen. Es gilt den Körper einfach leicht zu bewegen und nicht zu überanstrengen. Überanstrengung kann zu einer Reaktion führen, welche die Kondition nachhaltig verschlechtert (Post-Exertional Malaise). 

Patient:innenschulung 

Um optimale Therapiemöglichkeiten zu erreichen sollten Patienten:Innen: 

  • Die Pathophysiologie der betroffenen Prozesse verstehen. 
  • Faktoren kennen, welche die Symptome verstärken könnten. 
  • Positive Einflussmöglichkeiten kennen (Krankheitsmanagement). 

allgemein zu vermeiden...

 

  • Rasches Aufsetzen/Aufstehen - Zur Reduktion orthostatischen Stresses.
  • Längeres Liegen - Zur Vermeidung der Dekonditionierung.
  • Hohe Temperaturen - Reduzieren der peripheren Vasodilatation.
  • Große Mahlzeiten: Besser 5 kleinere Mahlzeiten pro Tag - Reduktion der Blutansammlung in den mesenterialen Gefäßen. 
  • Alkohol und Vasodialatoren - Verringerung der Vasodilatation. 
  • Sympathomimetika (z.B. Methylphenidat; Hierdurch vermeidet man einen übermäßigen synaptischen Norepinephrin-Spiegel.)